Ein verrücktes Jahr geht zu Ende. Für ASW bedeutet Corona, sich dauernd neu auszurichten. Trotzdem haben wir im 2020 total fast 60 Tonnen Lebensmittel gerettet (5), die Aktion «Jede Maske zählt!» lanciert (1) und im August drei neue Abgabestellen eröffnet (3). Und wir haben wieder eine Art Weihnachtsgeschichte: Was ASW für Lebensmittel Beziehende bedeutet (2) und über die kleinen geheimen Engel, die noch vor Weihnachten Geschenke zaubern (4), darüber berichten wir gerne in diesem Newsletter.
Wir wünschen Dir einen gesunden und möglichst sorglosen Jahreswechsel und alles Gute fürs Neue Jahr!
1) ASW-Aktion «Jede Maske zählt!»
2) Weihnachten haben wir jede Woche
3) Drei neue Regionalgruppen in Oberlunkhofen, Bremgarten und Staufen
4) Kleine, geheime Engel, die Geschenke zaubern
5) Ausserordentliche Lebensmittelspenden
6) Sammelmengen
7) Jahresrückblick
8) Mitgliederversammlung 2021
9) Mit «Save Food - Fight Waste» gegen Food Waste
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1) ASW-Aktion «Jede Maske zählt!»
Im Oktober starteten wir unsere Aktion «Jede Maske zählt!». Mit diesem Aufruf konnten wir einige sehr schöne Stoffmasken-Unikate an äusserst dankbare KundInnen weiterschenken. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlichst für alle Masken-Spenderinnen und Spender.
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2) Weihnachten haben wir jede Woche
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Im Kelleramt (AG) hat Doris, unsere neue Regionalleiterin in Oberlunkhofen und Bremgarten, für das Törchen Nr. 14 (www.cherz.li) des Adventskalenders der ref. Kirche Kelleramt Personen gefragt, was die gespendeten Lebensmittel für sie bedeuten:
«Alle sagten, das sei eine grosse Entlastung für ihr Budget und sie seien sehr dankbar, dass es diese Abgabe gebe.
Eine gepflegte Schweizerin sagte mir, für sie sei es überlebenswichtig, denn ihre dreiköpfige Familie könne fast eine Woche von diesen Lebensmitteln leben.
Einmal hatten wir – eher eine Ausnahme – viel Fleisch zum Verteilen. Eine junge Frau rief spontan: «Oh, jetzt kann ich wieder einmal Fleisch essen!» Ihr war die Vorfreude auf diese Fleischmahlzeit, trotz Maske am Gesicht bzw. an ihren strahlenden Augen deutlich abzulesen.
Eine Bezügerin erzählte mir, wie viel Überwindung es sie gekostet habe, auf der Gemeinde eine Bezugskarte zu beantragen. Sie hätte sich total minderwertig gefühlt, als sie zum ersten Mal zur Lebensmittelabgabe gekommen sei. Nun sei das ganz anders. «Wir sind eine richtige Gemeinschaft geworden. Wir sitzen alle im selben Boot und haben es gut zusammen.»
Sie lachen und schwatzen zusammen, wenn sie in der Kälte warten müssen, denn wegen Corona dürfen immer nur zwei Personen zusammen ins Lokal.
Wir behandeln die Bezüger mit Respekt und Würde. Für uns sind sie Lebensmittelretter. Denn ohne sie würden diese Lebensmittel fortgeworfen.
Diese Menschen sind unglaublich dankbar. Sie beschenken uns mit ihrer Freude und Dankbarkeit. Nicht nur die Bezügerinnen und Bezüger, sondern auch wir freiwilligen HelferInnen sind glücklich. Wir retten jede Woche etwa 200 Kilo Lebensmittel vor der Abfalltonne und helfen damit rund 100 armutsbetroffenen Personen.
Zufrieden und bepackt mit vielen Taschen verabschieden sie sich von uns und rufen «Danke, danke – und tschüss, bis nächste Woche!».
Diese Freiwilligenarbeit bereichert unser Leben. Es ist eine sehr sinnvolle und sinngebende Arbeit, die wir rund 35 HelferInnen zweimal pro Woche leisten. Auch wir haben unsere Sorgen und Ängste, und es ist nicht immer ein Trost, dass es anderen noch schlechter geht. Und trotzdem tut es gut. Ein Lächeln, ein Gespräch, sich zu einer Gemeinschaft gehörend fühlen. Es braucht so wenig, um andere und sich selber glücklich zu machen.
Weihnachten haben wir jede Woche.»
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3) Drei neue Regionalgruppen in Oberlunkhofen, Bremgarten und Staufen
Auch in Krisen kann Neues entstehen. So starteten im August drei neue Aargauer Abgabestellen in Oberlunkhofen und Bremgarten (unter der Leitung von Doris und Viktor) und in Staufen (Leitung durch Annemarie). Der Bremgarter Bezirksanzeiger und die AZ Freiamt berichteten darüber und wir freuen uns über den Zuwachs auf nun 13 lokale Abgabestellen.
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4) Kleine, geheime Engel, die Geschenke zaubern
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An verschiedenen Abgabestellen haben wir tolle Weihnachtsgeschenke erhalten und weitergeben dürfen. In Mutschellen, Oberlunkhofen/Kelleramt und Bremgarten haben wir sehr grosszügige Weihnachtsgeschenke von «Gemeinsam Solidarisch Bezirk Bremgarten» (GSB) an Armutsbetroffene verteilt, in Langnau liebevoll verpackte Spenden von Petite Suisse und kuschelige, selber gestrickte Schals. In Lenzburg erhielten Kinder Päckli zu Weihnachten und Coop spendete uns Plüschtiere, Spielsachen und Kleider wie T-Shirts und Socken für Lenzburg und Urdorf. So freuten sich einige unserer KundInnen, dass sie ihren Kindern oder Enkeln zu Weihnachten nun etwas schenken können.
Und wir freuen uns über die Freude anderer. Merci vielmals für diese tollen Eigeninitiativen!
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5) Ausserordentliche Lebensmittelspende
Die ausserordentliche Lage hatte für ASW auch positive Seiten. Von diversen Akteuren durften wir in den letzten Monaten neben den oben erwähnten Geschenken auch ausserordentliche Lebensmittelspenden entgegennehmen und weiterverteilen. Der Feuerwehr-Verein Urdorf spendet 280 Röstiportionen wegen Ausfall der Chilbi-Aktion. Von der Firma Oswald erhielten wir 200 kg Suppen, Desserts und Gewürze.
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Ein Auto voll Spenden der Firma Oswald.
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6) Sammelmengen
Trotz der ausserordentlichen Lage hat ASW fleissig Lebensmittel gesammelt und verteilt. Seit Beginn vor 5.5 Jahren sind dies über 200 Tonnen Lebensmittel, die wir vor dem Wegwerfen retteten.
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Insgesamt haben wir im 2020 fast 60 Tonnen Lebensmittel weitergegeben, trotz Lockdown - aber mit drei neuen Regionalgruppen - etwa gleich viel wie im Vorjahr. Wir freuen uns, so viele Lebensmittel gerettet zu haben. Sondereinsätze gibt es an Heiligabend und am Silvester, da dann besonders viele und feine Lebensmittel anfallen.
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7) Jahresrückblick
Das Jahr 2020 war für ASW wieder ein Jahr mit Veränderungen und Überraschungen - neben Corona auch viele positiven. Von vielen Aktionen haben wir bereits im Juli-Newsletter berichtet, andere wie das Fortsetzung der Gratis-Haarschneideaktion der Barber Angels konnten nicht durchgeführt werden. Besonders bedanken möchten wir uns für die grosszügigen Spenden, die wir hier nicht alle verdanken können, über die wir jedoch sehr dankbar sind.
Jan: Einladung zur Managementtagung von Coop: Vorstellen des ASW-Engagements, mit Kurzfilm.
Feb: Covid-19 und der Lockdown kündigen sich an.
März: ASW-Portrait zum Thema Food Waste in der Schweizer Familie. Der Lockdown hat uns im Griff.
April: 5-jähriges ASW-Jubiläum
Mai: Wiederaufnahme Lebensmittelabgaben nach Lockdown, mit Schutzkonzept und Masken; virtuelle Mitgliederversammlung.
Juni: Vermeidung von Drink-Waste: Verteilung von 4320 Litern überschüssigen Getränkeflaschen.
Juli: ASW-Facelifting: neues Logo und Design, dank Claudia. Erhalt unserer Bio-Fairtrade-Stoffmasken. Newsletter Nr. 9.
Aug: 3 neue Verteilzentren eröffnen in Bremgarten, Oberlunkhofen/Kelleramt und Staufen (alle Kt. AG); QoQa-Spendenaktion für ASW; Bericht im Bremgarter Bezirksanzeiger.
Sept: Berichte in der AZ Freiamt zu den zwei jüngsten ASW-Abgabestellen im Kelleramt und Bremgarten und im Lenzburger Bezirksanzeiger.
Okt: ASW-Aktion «Jede Maske zählt!»
Nov: Spende von selbst gestrickten Schals (Langnau)
Dez: Verschiedene grosszügige Geschenke für Armutsbetroffene. Bericht in den Lenzburger Nachrichten.
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8) Mitgliederversammlung 2021
Das Datum unserer Mitgliederversammlung und ob diese im 2021 Jahr wieder physisch oder nochmals virtuell stattfindet, kommunizieren wir ca. im März auf unserer Homepage.
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9) Mit «Save Food - Fight Waste» gegen Food Waste
Stopp Food Waste! Unterstütze auch du die #FoodNinjaChallenge mit dem passenden Motto «Rette Lebensmittel und bereite dir und anderen eine Freude.» ASW hat bei der Kampagne «Save Food, Fight Waste» auch einen eigenen ASW-Auftritt.
Danke an alle, die sich mit uns gegen die Lebensmittelverschwendung engagieren!
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Aufgetischt statt Weggeworfen setzt sich lokal gegen Food Waste ein, indem gespendete Lebensmittel nach Ladenschluss an armutsbetroffene Menschen weitergegeben werden, anstatt dass sie weggeworfen werden oder in der Biogasanlage landen.
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Noch nicht Mitglied? Schreib uns eine Mail oder informiere dich via http://www.aufgetischt-statt-weggeworfen.ch/
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