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Liebe Leserinnen und Leser,
in den Sommermonaten Juli und August kehrt im Berliner Regierungsviertel weitgehend Ruhe ein. Es finden keine parlamentarischen Sitzungen statt. Das bedeutet für mich: Zeit für meine Sommertour #Kiessling_OnTour durch Starnberg, Landsberg/Lech und Germering. Besonders wichtig ist mir dabei der direkte Kontakt zu den Menschen in meiner Heimat – natürlich immer mit ausreichend Abstand, unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit dem Tragen von Alltagsmasken.
Für mich war es eine eindrucksvolle Zeit und verdeutlicht, wie viel unser Wahlkreis zu bieten hat: Innovation, Leistungsfähigkeit, Zusammenhalt, Engagement und Lebensfreude. Welche Orte und Organisationen ich in meiner Sommertour kennen lernen durfte und welche Begegnungen ich gemacht habe, können Sie in diesem Newsletter nachlesen.
Die einzelnen Stationen meiner Sommertour habe ich in vier Blöcke für Sie geordnet:
- Umwelt und Landwirtschaft
- Wirtschaft
- Kommunen
- Weitere Einblicke
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Lesen.
Bleiben Sie gesund.
Ihr Michael Kießling, MdB
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Umwelt und Landwirtschaft
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Eine Station meiner Sommertour führte mich auf die Zugspitze – genauer gesagt auf die höchstgelegene Umweltforschungsstation in Deutschland: dem Schneefernerhaus. Die besondere Lage der Forschungsstation auf 2656 m ü NN wird für verschiedene Überwachungs- und Forschungsprojekte genutzt. So kann eine der Messstationen beispielsweise persistente Schadstoffe nachweisen, die ihre Quellen sowohl in Europa als auch in weiter Ferne haben. Das zeigt: Luft kennt keine Grenzen. Umweltrelevante Chemikalien müssen somit auf europäischer und internationaler Ebene reglementiert werden. Für meine Arbeit im Umweltausschuss im Deutschen Bundestag nehme ich viele wichtige Erkenntnisse mit.
Meine Eindrücke habe ich in einem Video zusammengefasst: https://de-de.facebook.com/MdB.Starnberg.Landsberg.Germering/videos/3000977666845807/
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Im Juli durfte ich mich über den Besuch der Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber freuen. Anlass war die Eröffnung des landeskulturellen Wanderwegs in Andechs: Ein Vorzeigeprojekt der ländlichen Entwicklung - unsere Landschaft betrachten, erleben und verstehen!
Startpunkt ist in Erling am Ortsende des großen Parkplatzes zum Kloster Andechs. Ein schönes Ausflugsziel auch im Herbst!
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In Herrsching am Ammersee wurde jüngst ein Alpenbock - ein blau-schwarzer Käfer - gesehen. Der Alpenbock steht in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Arten und fühlt sich eigentlich nur im alpinen Raum wohl. Gemeinsam mit Bürgermeister Christian Schiller war ich daher unterwegs im einzig bekannten außeralpinen Habitat des Alpenbock in Bayern und tauschte mich mit dem Biologen Herrn Quinger und Herrn Fröschl über mögliche Schutzmaßnahmen aus.
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Eine schöne Tradition in den Sommermonaten ist die Erntepressefahrt des Bayerischen Bauernverbandes (Kreisverband Landsberg). Dieses Jahr führte uns diese auf den Hof von Ludwig Holzapfel. Bekannt ist der Geratshof für eine in der Region eher ungewöhnliche Feldfrucht, denn neben Weizen, Mais und Raps wird auf 16 Hektar Knoblauch angebaut.
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Neben umweltpolitischen Themen, konnte ich auch Einblicke in einige Unternehmen bei uns im Wahlkreis gewinnen. So war ich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der CSU im Bundestag Alexander Dobrindt bei dem weltweit führenden Technologieanbieter im Bereich des industriellen 3D-Drucks - der Firma EOS - in Krailling zu Gast. Egal ob in der Medizin, der Luft- und Raumfahrt oder der Automobilindustrie – der Marktführer unterstützt Unternehmen in verschiedensten Branchen im Bereich des 3D-Drucks. Und daher müssen wir die deutsche Spitzenposition dieser Schlüsseltechnologie nicht nur sichern, sondern mit den richtigen Rahmenbedingungen fördern und ausbauen. Denn dadurch reduzieren wir Abhängigkeiten von globalen Lieferketten und verringern den Logistik-Aufwand.
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Die Fläche des ehemaligen Fliegerhorsts Penzing soll umgewandelt und entwickelt werden. Im Raum steht die Frage, ob sich der Standort für einen Teil des „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ eignet. Die Idee zur Schaffung eines solchen Zentrums im Raum München ist schon vor einiger Zeit von Verkehrsminister Andreas Scheuer ins Leben gerufen worden. Bauministerin Kerstin Schreyer hat sich nun einen Eindruck von der Liegenschaft vor Ort gemacht und sich über den aktuellen Stand informiert. Es bestand insgesamt Einigkeit darüber, dass das Areal ideale Möglichkeiten und vielfältige Potentiale bietet, um möglicherweise einen Satelliten für die Themen Forschung, Test und Entwicklung zu etablieren. Wann eine solche Entscheidung genau fallen wird, lässt sich allerdings derzeit noch nicht vorhersagen. Es bleibt also spannend, ob diese große Chance für die gesamte Region nach Penzing kommen wird.
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Wie die zukünftige Technologie der Luft aussieht, davon konnte ich mich bei meinem Besuch bei der Quantum-Systems GmbH in Gilching überzeugen. Die Drohnen starten wie ein Hubschrauber und in 30 Meter Höhe transferiert der Autopilot das Fluggerät binnen sieben Sekunden zu einem Flugzeug, indem er die Rotoren umlegt. Die Flugzeugdrohnen können kilometerweit fliegen und eine hohe Anzahl an Hektar aufzeichnen. Geballte Innovation aus dem Wahlkreis!
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Weniger technologisch dafür qualitativ hochwertig - davon konnte ich mir bei der Metzgerei Moser ein Bild machen. Anlass für das Gespräch war der aktuell von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Eiltempo angeschobene Gesetzesentwurf zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte in der Fleischwirtschaft. Die zahlreichen Corona-Ausbrüche beim Fleischindustriegiganten Tönnies haben ein Schlaglicht auf die Arbeits- und Unterbringungsbedingungen in der Fleischindustrie geworfen. Der Entwurf antwortet mit strengeren Regelungen zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft. Problematisch ist dabei die Abgrenzung zwischen Industrie und Handwerk. Geht es nach der Bundesregierung, so soll die Trennlinie bei 49 Beschäftigten gezogen werden.
Hierzu habe ich eine klare Haltung: Die Arbeitsbedingungen des Großkonzerns Tönnies sind mit unserer Vorstellung der sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar. Das steht außer Frage. Wir brauchen jedoch eine differenzierte Betrachtung der Missstände in der Fleischwirtschaft. Der Entwurf geht davon aus, dass die niedrigen Standards auch bei bewährten Metzgerbetrieben zu finden sind. Das ist nicht akzeptabel. Deswegen muss das Abgrenzungskriterium zwischen Industrie und Handwerk klar definiert werden und zwar so, dass das bayerische Metzgerhandwerk erhalten bleibt und nicht für die Bedingungen anderer Konzerne in die Verantwortung gezogen wird. Eine Beschränkung auf die Mitarbeiter in Schlachtung und Zerlegung wäre eine Option. Das Verkaufspersonal oder andere Servicekräfte hier pauschal mit in die Berechnung hineinzunehmen halte ich für falsch.
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Die Zeit im Wahlkreis habe ich gerne genutzt, um bei den vielen neu oder wiedergewählten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in den Gemeinden meines Wahlkreises vorbeizuschauen. Unterwegs war ich von Reichling, Pürgen, Dießen am Ammersee, über Kaufering, Penzing, Landsberg/Lech, Hurlach, Seefeld, Starnberg, Andechs und Gauting. Eines wurde bei allen Gesprächen deutlich: Die Gestaltung der Ortsmitten, sowie die Weiter(-Entwicklung) von Gewerbe- und Baugebieten und der Infrastrukturausbau sind für unsere Kommunen im Wahlkreis zentrale Themen. Im Rahmen von verschiedenen Fördermaßnahmen kann auch der Bund mitwirken. Ich möchte daher weiter in einem engen Austausch mit unseren Kommunen stehen und wissen, wo wir von Berlin aus unterstützen können.
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Was tun, wenn´s brennt? Dafür trainieren Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Landsberg unter fast realen Bedingungen einen Wohnungsbrandeinsatz in einem Brandschutzcontainer in Hofstetten. Mit der Bereitstellung des Containers leistet das Bayerische Innenministerium zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung unserer ehrenamtlichen Feuerwehrler. Organisator der schweißtreibenden Ausbildung war der Kreisfeuerwehrverband Landsberg unter Leitung von Kreisbrandmeister Florian Buck. Für dieses Engagement kann man gar nicht oft genug Danke sagen!
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"Gutes verteilen. Freude teilen." Zusammen mit Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik durfte ich der Starnberger Tafel bei einem Ausgabetag über die Schulter schauen. Neben einer beeindruckenden Logistik und großzügigen Sponsoren und Spendern, machen unzählige Stunden vieler Ehrenamtlichen dieses wichtige Projekt erst möglich - ein großartiger Einsatz!
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Kunstwerken beim Entstehen zusehen, mit den Künstlern ins Gespräch kommen – das konnte ich bei den "Germeringer Werktagen". Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Andreas Haas, der zweiten Bürgermeisterin Manuela Kreuzmair und der Bezirksrätin Gaby Off-Nesselhauf bestaunte ich die künstlerischen Werke. Auch wenn die Ausstellung coronabedingt etwas kleiner ausgefallen ist als sonst - ohne Eröffnungsfest, Abschlussfeier und Verkostung - offenbarte jeder Gang, jeder Raum und jeder Blick eine Fülle an Materialien, Stilrichtungen und Techniken.
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Viele Menschen verbinden mit Leslie Mándoki vor allem eines: die Band Dschinghis Khan. Jedoch steht hinter dem Mann für alle Klänge bedeutend mehr. Politik zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. So konnten wir uns über sein politisches Engagement, aber auch über seine Arbeit in der Musikwirtschaft austauschen. Denn die Auswirkungen der Corona-Krise treffen insbesondere die Musikbranche mit voller Wucht. Deshalb leistet der Bund mit einem 1-Mrd.-Euro-starken Kulturinfrastrukturfonds einen wichtigen Beitrag, um diese Folgen abzufedern. Ich freue mich einen so bedeutenden Künstler und interessante Persönlichkeit bei uns im Wahlkreis zu wissen.
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