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Im Fokus: Frauen & Tourismus
Nr. 3, Mai 2019
Liebe Leserin, lieber Leser!
Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe des Infomail Wissenschaft stehen Frauen.
Wir richten unseren Blick nach Afrika: Erfahren Sie mehr über ein ungewöhnliches Training, mit dem Harald A. Friedl, Professor für Nachhaltigkeit und Ethik im Tourismus, Frauen in Uganda zu einer starken Stimme verhelfen möchte; zudem entwickelt die FH JOANNEUM Bad Gleichenberg zur Zeit ein Projekt im ugandischen Ruwenzori-Nationalpark, bei dem insbesondere auf "Frauen-Power" gesetzt werden soll.
Weiters stellen wir Istou Foon, eine junge Frau aus Gambia vor, die sich als erste Trainerin für gemeindebasierten Tourismus als Zukunftsperspektive für ihre jungen Landsleute stark macht. Mit Ingeborg Pint, die seit vielen Jahren als Reiseleiterin in Senegal und Gambia unterwegs ist, sprechen wir über die touristische Entwicklung in den beiden Ländern und ihre persönlichen Eindrücke und Einschätzungen.
Marie-Luise Buchinger stellte sich in ihrer Bachelor-Arbeit die Frage, was das Alleine-Reisen mit Frauen macht und wie es ihr Selbstverständnis verändert.
Und zu guter Letzt können Sie einen Diskurs über Empowerment von Frauen für eine nachhaltige Entwicklung zwischen Harald A. Friedl und Cornelia Kühhas nachlesen.
Wir wünschen eine interessante Lektüre – und freuen uns über Kommentare an: cornelia.kuehhas@nf-int.org
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Leise Stimmen hört man nicht. Rhetorik-Training für Studentinnen in Uganda als Demokratie- und Konflikttraining
von Harald A. Friedl (FH JOANNEUM Bad Gleichenberg)
Was braucht „frau“, um sich – wo auch immer in der Welt – durchsetzen zu können? Eine eigene, gut reflektierte Meinung, klar, doch ohne Fähigkeit, die eigene Stimme auch konkret zu erheben, um diese Meinung für alle hörbar zu verlautbaren, geht gar nichts. Dies zeigt sich in Ländern wie im zentralafrikanischen Uganda, wo junge Menschen generell zur schweigsamen Autoritätshörigkeit erzogen werden. Erst recht gilt dies für junge Mädchen. Dagegen kann etwas getan werden, etwa durch Schrei- und Rhetoriktrainings …
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Community Based Tourism als Zukunftschance für junge Menschen in Gambia
Gambia gehört zu den weltweit am wenigsten entwickelten Ländern. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Tourismus. 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Armut und fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten sind einer der Hauptgründe, warum immer mehr – vor allem junge – Menschen das Land verlassen.
Die Initiative Youth Empowerment Project (YEP) möchte die Zukunftschancen insbesondere für junge Menschen im Land verbessern. YEP verfolgt einen marktorientierten Ansatz und zielt darauf ab, die bestehenden Systeme, Strukturen und Dienstleistungen der Jugendförderung zu stärken, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Jugendlichen entsprechend den Marktanforderungen zu verbessern. Das Projekt bietet Jugendlichen, die an einem Einstieg in die gewerbliche Landwirtschaft, in den Dienstleistungssektor oder in den Tourismus interessiert sind, neue Berufschancen und damit Zukunftsperspektiven.
Ein Schwerpunkt ist die Ausbildung von jungen Frauen und Männern als „Community Based Tourism TrainerInnen“. ISATOU FOON ist die erste junge Frau, die diese Ausbildung erfolgreich absolviert hat. Im Interview spricht sie über ihre Motivation und ihre Ziele. Lesen Sie im tourism_LOG der NFI weiter.
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Gorilla-Schutz durch gestärkte Frauen? Ein Pilot-Projekt für innovatives Schutzgebiets-Management der FH JOANNEUM und der Nkumba-Universität Entebbe, Uganda
von Harald A. Friedl (FH JOANNEUM Bad Gleichenberg)
Was haben Bäuerinnen und Mütter in Uganda mit Wildnis-Schutz zu tun? Eine ganze Menge, denn ein altes Sprichwort sagt: „Erst gehen die Frauen, dann stirbt die Region …“ Neuere Forschungen zur Nachhaltigkeit von Naturschutzgebieten zeigen deutlich die verstrickten Wechselwirkungen zwischen den Bedürfnissen von Frauen in Anrainergemeinden einerseits und den „Bedürfnissen“ des zu bewahrenden Ökosystems andererseits. Der wichtigste Ansatz dabei: Nur wer von einer Sache profitiert, wird darauf auch Acht geben. „Nachhaltigen Wildnis-Schutz durch Frauenförderung“ – diesen innovativen Ansatz für Nationalparks in Ostafrika verfolgt derzeit die FH JOANNEUM bei der Entwicklung eines Erasmus+-Projekts gemeinsam mit der Nkumba-Universität in Uganda.
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Tourismus in Senegal und Gambia – lokale Initiativen und das Engagement von Frauen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung
Eindrücke und Erfahrungen von Ingeborg Pint, die seit 15 Jahren als Reiseleiterin in Afrika unterwegs ist
Ingeborg, du bist mit Naturfreunde-Gruppen unterwegs und hier stehen neben dem Erleben der kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Schönheiten auch das Kennenlernen der lokalen Kultur und der Kontakt mit den Menschen vor Ort im Vordergrund.
Das stimmt. ... Die Touren haben zum Ziel, Begegnungen zwischen EuropäerInnen und AfrikanerInnen zu ermöglichen, die Programme werden gemeinschaftlich mit den afrikanischen Naturfreunden und ihren Partnern vor Ort erarbeitet. ... Für die Besuchten bedeutet dies einerseits Wertschätzung, andererseits auch ein kleines Einkommen durch unsere Beiträge zu Schul- oder Dorfprojekten. Natürlich lernen wir auch die Landschaften und ihre Besonderheiten und das kulturelle Angebot kennen ...
Lesen Sie das gesamte Interview --->
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Durch Selbstbestimmung unterwegs zur Unabhängigkeit daheim? Von der Emanzipation allein reisender Frauen
von Marie-Luise Buchinger & Harald A. Friedl
Von pauschal zu individual: Als Touristinnen legen Frauen einen klaren Trend vor und entscheiden sich immer öfter dazu, alleine zu verreisen. Die von Daheimgebliebenen geäußerten Sicherheitsbedenken dazu sind zwar gut gemeint, aber längst nicht mehr zeitgemäß. Hinter der Reise alleine steckt ein hochemanzipativer Effekt für Frauen: Sie fühlen sich nach der Reise eigenständiger, unabhängiger und gelassener, behauptet Marie-Luise Buchinger im Rahmen ihrer Bakkalaureatsarbeit für das Studium „Gesundheitsmanagement im Tourismus“.
Lesen Sie im tourism_LOG der NFI weiter ---->
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Frauen stärken als Königsweg zu einer nachhaltigeren Welt ...?
ein Diskurs zwischen Harald A. Friedl, FH JOANNEUM Bad Gleichenberg und Cornelia Kühhas, Naturfreunde Internationale
Die UNO beschloss 2015 die Agenda 2030 mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Welt. Ziel Nr. 5 ist ausdrücklich die Geschlechtergleichheit. Viele weitere Ziele sind eng mit diesem Ziel eng verzahnt, wie hochwertige Bildung (Ziel 4), Bekämpfung von Armut (Ziel 1) und Hunger (Ziel 2), Gesundheit (Ziel 3) sowie menschenwürdige Arbeit (Ziel 8) und nachhaltiger Konsum (Ziel 12). Lässt sich demnach mehr und gezielte Frauenförderung als Königsweg für die Agenda 2030 betrachten?
Harald A. Friedl, Professor für Nachhaltigkeit und Ethik im Tourismus am Institut für Gesundheits- und Tourismusmanagement der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg, und Cornelia Kühhas, Expertin für Nachhaltige Tourismusentwicklung, Entwicklungszusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit bei der Naturfreunde Internationale, wagten wieder das Vergnügen eines Diskurses über diese schwierige Frage …
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Aktuelles
Termine der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg
- 27. Mai 2019 – Bewerbungsfrist für den FH-Bachelor-Studiengang "Gesundheitsmanagement im Tourismus" sowie den FH-Master-Studiengang "Gesundheitstourismus und Freizeitmanagement"
Information über den Prozess der Bewerbung --->
- 25. Juni 2019 – Schriftliches Aufnahmeverfahren für diese Studiengänge an der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg --->
- 9. Juli 2019 – Nachtermin für das Aufnahmeverfahren für Personen, die am 25. Juni beruflich verhindert sind.
Internationales Symposium "Human Rights in Practice: Equality in Tourism"
27. Juni 2019, Utrecht, Niederlande
Gleichberechtigung im Tourismus hat vielfältige Dimensionen: von der Gleichstellung der Geschlechter über die Nichtdiskriminierung von Arbeitnehmenden mit Migrationserfahrungen sowie die Respektierung des Kinderrechte. Das Symposium, das vom Roundtable Human Rights in Tourism veranstaltet wird, setzt sich mit den Fragen auseinander, wie Akteure im Tourismus für Gleichberechtigung entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette sorgen können und wie Gleichberechtigung in der Praxis umgesetzt werden kann. Mehr Informationen.
Global Education IDEAS Award 2019
GENE - Global Education Network Europe - sucht neue, kreative Ideen und innovative Ansätze für Globales Lernen/Global Citizenship Education, die den Fokus auf transformative Lernprozesse richten, den Blick für global-lokale Zusammenhänge öffnen und die anregen, das eigene Weltbild zu hinterfragen. Mehr Informationen.
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